Untersuchungen des Darmmilieus
Die Untersuchungen des Darmmilieus erfolgen über die Ausscheidungen des Patienten - man spricht deshalb auch etwas unprätentiös von “Stuhluntersuchungen”. Ziel dieses diagnostischen Verfahrens ist die qualitative & quantitative Analyse der mikrobiellen Zusammensetzung des Milieus, d.h. mit welchen Kleinstlebewesen der Mensch in Symbiose lebt, und in welchen Mengen diese Auftreten. Es können Gruppen von Mikroben aussterben, mengenmäßig Überhand nehmen oder gar entarten, es treten aber evtl. auch Mikroben auf, die physiologisch nicht im menschlichen Darm vorkommen sollten, z.B. Pilze.
Ein weiteres Ziel dieser Untersuchung ist die Analyse der Nahrungsbestandteile. Bei entzündlichen Veränderungen der Darmschleimhäute können diese zwar angedaut sein, liegen aber in zu hoher Konzentration vor, da sie durch die geschädigte Schleimhaut nicht aufgenommen werden. Bei Erkrankungen der Verdauungsdrüsen liegen die Nahrungsbestandteile evtl. mikroskopisch unverändert (nichtverdaut!) in den Ausscheidungen vor.
Ergänzt werden können diese beiden Formen der Analyse durch Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen, z.B. auf okkultes Blut im Stuhl, und durch Allergiechecks auf Nahrungsunverträglichkeiten.

Diagnostik